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Unfallversicherungsschutz auch bei Überfall auf dem versicherten Arbeitsweg

Autor:
andrea.reinsch

Wie das Hessische Landessozialgericht in einer aktuellen Entscheidung vom 12.02.2008, L 3 U 82/06, festgestellt hat, besteht Anspruch auf eine Unfallrente, wenn ein Arbeitnehmer auf dem Weg von oder zur Arbeit Opfer einer Gewalttat und dabei verletzt wird.
Die beklagte Berufsgenossenschaft hatte dies zunächst abgelehnt, weil es sich bei dem gezielten Angriff nicht um ein Ereignis gehandelt habe, das mit der betrieblichen Tätigkeit in Zusammenhang stand.
Das sah das Gericht anders. Nur wenn ein persönliches Motiv des Angreifers nachgewiesen wird, entfällt der Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit. Da die Berufsgenossenschaft dies hier nicht beweisen konnte, war der Kläger nach den Vorschriften des Unfallversicherungsrechts, SGB VII, zu entschädigen.

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