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Krankenkassen müssen für hochwertige Hörgeräte zahlen

Autor:
andrea.reinsch

Das Bundessozialgericht hat am 17.12.2009, B 3 KR 20/08 R entschieden, dass schwer hörbehinderte Menschen Anspruch auf eine Versorgung mit Hörgeräten haben, die "die bestmögliche Angleichung an das Hörvermögen Gesunder erlauben". Damit stellte das höchste deutsche Sozialgericht fest, dass die Krankenkassen zwar grundsätzlich Festbeträge zahlen dürfen, diese aber so ausgestaltet sein müssen, dass ein unmittelbarer Behinderungsausglich erfolgen kann. Wenn - wie im entschiedenen Fall - der Festbetrag objektiv nicht ausreicht, ist die Leistungspflicht der Kasse nicht begrenzt. Die Richter sprachen dem Kläger daher die vollen Kosten von rund viertausend Euro für das begehrte digitale Hörgerät zu. Nach dieser Grundsatzentscheidung können nun alle die Hörgeschädigten, die nahezu ertaubt sind, die hochwertige Versorgung beanspruchen.

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